Richtig Tapezieren

Tapezieren und Renovieren nach Plan

Tapezieren im Rahmen von Renovierungen und Erneuerungsarbeiten sollte effektiv und nach Plan durchgeführt werden um damit den Aufwand an Arbeitszeit und notwendigen finanziellen Mitteln in einem ökonomischen Maß zu halten. Tapezieren unterliegt deshalb - wie die meisten Renovierungsarbeiten - einer sorgfältigen Vorbereitung und Planung. Dadurch ist des dann fast jedem handwerklich einigermaßen begabtem Menschen möglich seine Räume selbst zu tapezieren. In der richtigen Reihenfolge der zu erledigenden Arbeiten bzw. Vorbereitungen macht tapezieren sogar Spaß.

Tapezieren sollte also Schritt für Schritt angegangen werden. Bevor also mit dem Anbringen der neuen Tapete begonnen werden kann, muss die alte Tapete zuvor entfernt werden. Dabei ist es dann möglich, dass die alte Tapete bereits im Rahmen vergangener Tapezierarbeiten mehrfach überklebt wurde. Handelt es sich bei diesen bereits vorhandenen Tapeten um normale Ausführungen, sollten die alten Tapeten vor dem Ablösen komplett eingeweicht werden. Insbesondere handelsüblicher Tapetenablöser ist für diesen durchzuführenden Schritt gut geeignet. Wer dieses Mittel nicht im Haus hat, kann aber auch Spülmittel für diese Vorbereitung verwenden. Mit dem Tapezieren kann also nicht einfach so begonnen werden.

Hat man also eines der genannten Mittel ausgewählt, muss dieses in Wasser verdünnt werden. Dazu füllt man Wasser in einen Eimer oder ein anderes Behältnis und beginnt den Zusatz langsam und gleichmäßig einzurühren. Diese "Verdünnung" trägt man im Anschluss mit einem Schwamm oder einem dicken Pinsel gleichmäßig verteilt an der Wand auf der alten Tapete auf. Nachdem die Flüssigkeit gut verteilt wurde und nach einiger Zeit in die Tapete eingeweicht ist, können die einzelnen Bahnen der alten Tapete ohne großen Aufwand mit der Hand von der Wand abgezogen werden. Sollten sich dabei einige Teile der alten Tapete nur schwer entfernen lassen, hilft es einen Spachtel für das Ablösen zur Hilfe zu nehmen.

Tapezieren erfordert auch ein gutes Augenmaß. Nachdem die alte Tapete über den zuvor beschriebenen Arbeitsschritt entfernet wurde sollte nun der verbleibende und rohe Untergrund auf Stellen mit Schäden bzw. Unebenheiten genaustens untersucht werden. Dübellöcher oder Löcher die von Nägelen stammen können unter der Verwendung von Spachtelmasse problemlos ausgebessert werden. Aber auch kleinere Risse im verbleibenden Untergrund lassen sich so schnell und effektiv reparieren. Wer keine Spachtelmasse zur Hand hat kann für kleinste Schäden auch Zahnpasta benutzen. Gips ist auch immer ein bewährtes Mittel um solche Schäden zu beseitigen.

Je sorgsamer die vorhandenen Unebenheiten geglättet werden desto besser läst es sich im Anschluss daran mit der neuen Tapete tapezieren. Als Faustregel kann dabei gelten - je besser der Tapetenkleister an der dann glatten Wand haftet, desto fester und glatter sitzt nach den Tapezierarbeiten die neue Tapete an der Wand. Manchmal ist aber auch der Putz an der Wand recht trocken geworden und neigt deshalb zum bröckeln. Sollte dieses der Fall sein ist es vor Beginn des Tapezierens sinnvoll, die Wand mit einer neuen Grundierung zu versehen. Diese Grundierung muss nach dem Aufgringen noch antrocknen und wenn das geschehen ist, kann mit dem Tapezieren begonnen werden. Bahn für Bahn gelangt man dann über eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise zu einer neuen und schönen Tapete.

FAQ Tapezieren - Gipserbedarf

Impressum   Index - Text (c) by Netz2K