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Wer heute seine Produkte erfolgreich im Markt platzieren will, muss seine
Marketingaktivitäten breit fächern. Eine gute Möglichkeit auch über die eigene
Branche hinweg bekannt zu werden, sind Partnerprogramme.
Die Vermarktung eigener Produkte zusammen mit einem oder mehreren Partnern
wird auch Affiliate Marketing genannt. Auch Möglichkeiten des Co-Branding oder
des Cross-Selling sind dieser Kategorie zuzuordnen.
Dabei platzieren Sie Ihr Produkt oder Ihre Werbung im Geschäft, auf der Website
oder direkt im Produkt des Partners, zum Beispiel in einer Zeitung. Im Gegenzug
nehmen Sie wiederum Werbeanzeigen oder Artikel des Partners in Ihr Sortiment auf
bzw. integrieren es in Ihre Webautritt etc. Ein solches Programm basiert also
auf Gegenseitigkeit und hat zum Ziel eine Win-Win Situation zu schaffen, die dem
Kunden den größtmöglichen Nutzen bringt.

Wer sich für diese Vertriebsmöglichkeit interessiert, sollte vorher genau
strategisch planen um tatsächlich einen Mehrwert zu erwirtschaften. Was genau
soll angeboten werden? Ein Produkt, eine ganze Produktreihe oder das
Unternehmen? Und was soll kommuniziert werden?
Das heißt, Sie müssen im Vorfeld die grundlegenden Fragen beantworten und, ganz
im Sinne einer Corporate Strategy, auch alle anderen Marketingaktivitäten mit
einschließen, damit am Ende ein einheitliches Image vermarktet werden kann. Sind
Sie sich im Klaren darüber geworden, welches Bild Ihrer Firma Sie übermitteln
wollen und welche Kunden Sie ansprechen möchten, können Sie zur Wahl der Partner
übergehen. Grundsätzlich gilt, nicht die Zahl der Partnerverträge zählt,
sondern, ob es eine effektive und letztlich lohnende Zusammenarbeit ist.
Qualität statt Quantität.
Überlegen Sie welche Art Partner in Frage kommt. Das kann sich auf den
Vertriebkanal beziehen, also zum Beispiel Geschäftspartnerschaft oder
Internethandel, oder aber auf Produkt bzw. Service. Grundsätzlich gilt
herauszufiltern, woran die Kunden in Ihrer Zielgruppe Interesse haben, welche
anderen Produkte sie verwenden oder wie sie ihre Freizeit verbringen.
Dann muss geprüft werden, ob das in Frage kommende Unternehmen zu Ihnen passt.
Vertritt der Partner die gleichen Werte wie Sie? Das ist natürlich nicht im
eigentlichen Sinne messbar. In der Presse erschienene Berichte können
weiterhelfen, vielleicht ähnliches soziales Engagement - verlassen Sie sich
ansonsten auf Ihr Bauchgefühl. Unterschätzen Sie diesen Punkt nicht, denn das
Verhalten des Partners kann unter Umständen auch auf Ihre Firma zurück fallen.
Wird das andere Unternehmen in einen Umweltskandal verwickelt, kann es durchaus
passieren, dass die Kunden auch Sie damit assoziieren.
Stellen Sie dann fest, ob es sich um seriöse Unternehmen handelt. Dabei kann der
persönliche Eindruck Aufschluss geben. Wie kam der Kontakt zustande, wie werden
Sie am Telefon betreut, wie verliefen die persönlichen Treffen. Es ist natürlich
enorm wichtig, dass eine ehrliche Atmosphäre herrscht. Partnerprogramme im
Marketing sind allgemeine Praxis. Es ist weder verboten, noch tut der
Geschäftspartner Ihnen einen Gefallen und Sie sind ihm auch nichts schuldig.
Bestehen Sie darum auf rechtlich einwandfreie Verträge.
Es gibt viele verschiedene Wege wie solche Partnerschaften funktionieren können.
Die naheliegende Variante ist die Einbeziehung fremder Artikel in Ihr Angebot.
So bieten zum Beispiel viele Bäcker auch Kaffeesorten an oder Modeboutiquen
haben Schmuck im Sortiment. Überlegen Sie dabei immer, ob sich dieses
Fremdprodukt auch wirklich in Ihrem Laden verkaufen lässt und legen Sie die
Provision vorher genau fest. Im Bereich des Marketings "Below the line" findet
man im Sponsoring Partnerprogramme häufig. Sie unterstützen das
Regenwaldprogramm des Partners, dafür stellt der bei den von Ihnen organisierten
Kinderfestivals die Luftballons und Kaubonbons. Hier gilt natürlich auch die
Maxime genau zu prüfen, wo sich der Partner engagiert. Greenpeace würde sicher
nicht mit einem Metzger zusammen arbeiten wollen, um es einmal drastisch
auszudrücken.
In den meisten Fällen, wenn über Affiliate Marketing gesprochen wird, sind
Kontakte verschiedener Websites gemeint. Das Internet bietet über die
Möglichkeit seine eigene Website oder seine Produkte mit anderen Sites zu
verlinken, quasi unbegrenzten Spielraum. So können Sie auf anderen Sites ein
Werbebanner einblenden oder auf Ihre Firma hinweisen. Ein inhaltlicher
Zusammenhang zu Ihrem Produkt, kann muss aber nicht gegeben sein. Die Wahl der
Seiten, auf denen Sie präsent sein möchten, kann demnach auch nach ganz
unterschiedlichen Gesichtspunkten ablaufen. Möchten Sie ein besonders großes und
breit gefächertes Publikum erreichen, können Sie sich an der Häufigkeit
orientieren, mit der eine Seite pro Tag aufgerufen wird. Je mehr Nutzer eine
Seite öffnen, desto mehr sehen dann auch Ihren Hinweis.
Eine zweite Variante besteht darin, sich auf Ihre Zielgruppe zu konzentrieren.
Das funktioniert im Internet ähnlich wie in der realen Welt, dass heißt auf
Seiten werben, die entweder mit Ihrem Produkt, Ihrer Branche oder einer
Besonderheit der Zielgruppe in Verbindung stehen. Schönheitsprodukte zum
Beispiel passen gut auf die Seite einer Frauenzeitschrift, Büroartikel können
auf der Seite einer Schülernachhilfe angeboten werden oder ein
Gartenbauingenieur kann sein Geschäft im Internetauftritt einer Baufirma
präsentieren.
Die technischen Möglichkeiten gehen mittlerweile über bloße Links oder
Werbebanner hinaus. Es lassen sich Informationsblätter, Onlineshops und ganze
Webpages in eine Partnerseite einbauen. Die Nutzung des HTML-Codes stellt dabei
sicher, dass alle Transaktionen, die stattfinden, dem betreffenden Unternehmen
genau zugeordnet werden können.
Wer einmal angefangen hat, mit anderen zusammen zu werben, wird schnell merken,
dass sich über einen Partner schnell neue Möglichkeiten ergeben. So können ganze
Netzwerke entstehen, in denen jeder profitiert.
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