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Webseiten für Behinderte - worauf man achten sollte
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Webseiten für Behinderte - worauf man achten sollte

siteadmin
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Beiträge: 217


« am: August 12, 2005, 09:45:47 am »

Wer seine Webseiten behindertengerecht gestalten möchte hat einige Punkte zu beachten. Dieser Artikel soll eine kleine Hilfestellung geben.

Aus welchen Gründen auch immer sei dahingestellt - jedenfalls werden viele Webseiten neuerdings durch die Hilfe von CSS und XHTML weitestgehend behindertengerecht gestaltet.

Folgende Aussage wird man oft hören: „Behinderte Menschen benutzen keine Computer!“

Das ist nicht richtig! Um sich über diese Thematik weiter auszutauschen muss sich erst klar darüber werden, dass der heimische Flachbildschirm mit Windows zwar das dominierende, nicht aber das alleinige Ausgabemedium für Webseiten ist.

Aus offensichtlichen Gründen müssen blinde und sehbehinderte Menschen auf Alternativen ausweichen. Eine Alternative stellt beispielsweise ein „Screen-Reader“ dar. Dabei handelt es sich um eine Anwendung, die Bildschirmschriften ausliest, verwertet und wahlweise per Soundkarte oder Braille-Zeile (eine spezielle Tastatur, die Blindenschrift ausgeben kann) ausgibt. Welche Probleme können sich daraus ergeben?

Screen-Reader durchsuchen Webseiten nach Text. Flash, hier sogar stellvertretend für alle Grafiken, ist kein Text, sondern eine (Vektor-)Grafik. Screen-Reader sind bei der Ausgabe der Bilddaten darauf angewiesen, über alternative Informationen eines Bildes zu verfügen, die sog. „alt“-Tags.

Hier ein Beispiel:

Code:
<img src=“bild.jpg“ alt=“Dieser Text erscheint, wenn der Benutzer kein Bild anzeigen kann“ title=“Dieser Text ist eine lange Version des Textes, der erscheint, wenn der Benutzer keine Bilder anzeigen kann und erscheint für gewöhnlich, sobald der Benutzer die Maus eine Weile über dem Bild verweilen lässt in Form eines Tooltips.“ />


Ein normaler Benutzer sieht hier das Bild, der Screen-Reader gibt jedoch nur den Alternativtext aus. Wenn Sie nun eine Webseite so aufbauen, dass man lediglich anhand der Bildinformationen navigieren kann und Alternativtexte fehlen, ist der Ärger für den Screen-Reader und damit den sehbehinderten Benutzer sprichwörtlich vorprogrammiert. Sie schließen die ersten Benutzer erfolgreich aus. Aus exakt diesem Grund ist der Alternativtext bei Bildern auch fester Bestandteil der Vorraussetzungen für valides HTML.

Flash, um zur Ausgangsfrage zurückzukommen, wird überhaupt nicht konvertiert. Wie auch, besteht es doch aus einer Reihe von Vektorgrafiken, die nacheinander abgespielt werden und nicht mit Alternativinformationen ausgestattet werden können. Flash hat aber für gewöhnlich auch nicht das Ziel zu informieren, dient es doch eher der Unterhaltung. Text stellt hier ein dankenswürdiges, klassisches Alternativmedium dar. Bilder dürfen auf behindertengerechten Webseiten folglich nur mit Bedacht eingesetzt werden und müssen entsprechend ausgezeichnet werden.

„Was sollte ich zusammenfassend beachten?“

Einige Punkte sind wohl am wichtigsten:

* Valides XHTML auf Basis von CSS verwenden. Viele Informationen bietet das W3C-Konsortium, SelfHTML und CSSZenGarden.

* Tabellen nur tabellarische Auflistungen verwenden, den Grundaufbau der Seiten aber mit Ebenen gestalten.

* Verzicht auf starre Schriftgrößen wie Pixel oder Punkt. Es biete sich an, die Schriftgröße in „em“ auszuzeichnen, da dies eine variable Schriftgröße, die über den Browser gesteuert werden kann, garantiert. Wer große Schrift braucht, bekommt sie. Wer lieber kleine Texte ließt, kann sie haben – alles eine Frage der Benutzereinstellungen.

Beispiel:

Code:
<div style=“size: 1.1em; color: #000000;“>Dies ist ein Text mit variabler Schriftgröße. Die Voreinstellung ist etwas größer (0.1), als die normale Schriftgröße.</div>


* Grafiken bedacht einsetzen und mit den wichtigen Attributen „alt“ und „title“ ausführlich beschreiben. Je nach Doctype fallen noch weitere Beschreibungsmethoden an.

Beispiel:

Code:
<img src=“bild.jpg“ alt=“Dieser Text erscheint, wenn der Benutzer kein Bild anzeigen kann“ title=“Dieser Text ist eine lange Version des Textes, der erscheint, wenn der Benutzer keine Bilder anzeigen kann und erscheint für gewöhnlich, sobald der Benutzer die Maus eine Weile über dem Bild verweilen lässt in Form eines Tooltips.“ />


Fazit

Webseiten, die entsprechend dieser Kriterien arbeiten, bieten schon grundlegende Möglichkeiten für behinderte Benutzer, auf die Inhalte dieser Seite zuzugreifen. Für weitere Informationen empfehle ich einen Besuch beim Web Standards Project (http://www.webstandards.org). Weitere gute Artikel zum Thema CSS-Design finden sich z.B. unter *http://barrierefrei.e-workers.de/intern_sitemap.php*.

Quelle: webwork-magazin.net
Gespeichert

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