![]() Amateurfunk auf Kurzwelle und UKWAmateurfunk Technik über die Kurzwellen und UKW Ausbreitung als Verbindung zur WeltFunkamateur auf Kurzwelle und UKW
Der Amateurfunk kann auf eine weit zurückliegende Historie blicken. So schaffen Funkamateure schon seit vielen Jahrzehnten mit Ihren Geräten und Antennen weltweite Verbindungen und tragen so - mit zur Verständigung der Völker bei. Selbst im Zeitalter der hochmodernen Computertechnik hat der Amateurfunkdienst immer noch seine Berechtigung und erfreut sich bei jung und alt einer nachhaltigen Beliebtheit. Funkamateur kann man jedoch nicht einfach so sein bzw. werden. Um mit Amateurfunkgeräten sowie über die dazu notwendigen Antennen auf Sendung gehen zu dürfen muss in Deutschland eine entsprechende Amateurfunklizenz vorhanden sein, welche nach dem Abschluss einer erfolgreichen Prüfung durch die zuständige Behörde erteilt wird.
Die rechtlichen Regelungen zu diesem Funkdienst ergeben sich aus dem Amateurfunkgesetz. Dieses Regelwerk beinhaltet u. a. den Geltungsbereich sowie die notwendigen Voraussetzungen zur Teilnahme am Amateurfunkdienst. Ferner werden über diese Rechtsverordnung die Frequenzzuteilung sowie die Organisation der Rufzeichen gestaltet.
Als prägnante Betriebsarten werden im Amateurfunk Telefonie und Telegrafie eingesetzt. Man spricht dabei von s. g. Modulationsarten. Diese können dann Seitenbandbetrieb - USB (Upper Side Band), LSB (Lower Side Band), CW (Continuous Wave) oder auch FM (Frequenzmodulation) und AM (Amplitudenmodulation) sein. Auch die digitale Signalverarbeitung hat seit dem Einzug der Computer in den Amateurfunk ihr festes Bestehen. Angefangen von Funkfernschreiben, über Packet Radio bis hin zum durch seine geringen Anforderungen an den Wirkungsgrad der Sendeanlage populärem PSK31. Bilder werden im Amateurfunk via SSTV (Slow Scan Television) und ATV (Amateur Television) übertragen. Mit dieser Aufzählung sind aber bei Weitem noch nicht alle möglichen digitalen Betriebsarten ausgeschöpft. Alle diese digitalen Übertragungsarten bieten ein nahezu unerschöpfliches Experimentierfeld für den Amateurfunker.
Moderne Amateurfunkgeräte wie Kurzwellentransceiver - ob aus kommerzieller Herstellung oder im Eigenbau gefertigt - machen über leistungsfähige Antennenkonstruktionen weltweite Funkverbindungen zu anderen Funkamateuren möglich. Auch im UKW-Breich (VHF, UHF, SHF) sind bei entsprechender Lage, guten Ausbreitungsbedingungen sowie sowie der Verwendung von Antennen mit hohem Gewinn beträchtliche internationale Funkverbindungen zu verzeichnen.
In der Regel versteht sich der Amateurfunk jedoch als so genannter Experimentierfunkdienst. In seiner Bedeutung beinhaltet diese Definition für die Funkamateure, dass ihr Interesse an technischen Zusammenhängen sowie Ihr Antrieb zur Entwicklung von elektronischen Neuerungen und Verbesserungen - Vorrang vor der Abwicklung der eigentlichen Betriebstechnik im Funkverkehr hat. So ist bei so machem eingefleischten "Amateur der Funkwelllen" eine meßtechnische Ausrüstung vorhanden, die sich in keinster Weise vor den labortechnischenen Gegebenheiten industrieller Fertigungseinheiten verstecken muss. Einem Großteil der Amateurfunker stehen jedoch Aufgrund von zeitlichen, finanziellen und räumlichen Verhältnissen solche hochwertigen Experimentierfelder nicht zur Verfügung.
Zuvor Genanntes läst sich dann auch im Hinblick auf die vorhandenen Funkgeräte und Antennen übertragen. Wer seine Funkgeräte nicht selbst entwickeln und bauen kann, ist auf kommerzielle Produkte der einzelnen Hersteller angewiesen. Neben gebrauchten Geräten - die auch über das Internet in Online-Flohmärkten (einfach mal in den Suchmaschinen recherchieren) angeboten werden, sind natürlich Neugeräte immer hoch im Kurs bei den Funkern. Die Preise für diese Amateurfunkgeräte können sich jedoch von wenignen hundert bis zu einigen tausend Euro bzw. Dollar erstrecken. Die Bandbreite der möglichen Kosten ist dabei sehr groß und so regelt sich dieses Hobby schon alleine über das dem Funkamateur zu Verfügung stehenden Budget.
Leistungsfähige Antennenlanlagen für den Kurzwellenbereich benötigen ebenfalls erweiterte Platzverhältnisse. Selbst ein einfach Langdraht wird in der Regel kaum unter einer Länge von 10m betrieben und so sind dann die damit verbundenen Einschränkungen gerade im städtischen Bereich nachvollziehbar. Für Stadtbewohner und Amateure die kein eigenes Grundstück besitzen ist im Hinblick auf die Konstruktion der Antennen - sei es für Kurzwelle oder UKW - ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft gefordert.
Trotz alle dieser Forderungen und möglichen Einschränkungen erfreut sich der Amateurfunk weltweit aber immer noch hoher Beliebtheit. Wer dabei keine oder nur unzureichende Bedingungen für sich verbuchen kann - dass seine Aussendungen im Bereich der Amateurfunkfrequenzen halbwegs "hörbar" bzw. überhaupt legal generiert werden können - kann sich ersatzweise bzw. zunächst als reiner SWL (Short Wave Listener) betätigen.
SWL´s benötigen für den reinen Empfang von Aussendungen aus dem Breich des Amateurfunk keine Lizenz. Es reichen dann reine Empfangsgeräte wie Kurzwellenempfänger bzw. Scanner aus - und der Anspruch an die Antennenanlage reduziert sich dabei auf ein Minimum.
Weiter mit:Verwandte Themen:Externe Informationen zum Amateurfunk:Informationen rund um den Amateurfunk Suchdienst für Amateurfunkrufzeichen der Bundesnetzagentur Impressum Index - Text Copyright by Netz2K.de |